Bragi Ásgeirsson (1931)
Nachdem Bragi Ásgeirsson 1950 sein Studium an der Kunsthandwerksschule in Reykjavík abschloss, zog er für ein weiteres Studium nach Kopenhagen. Von 1950-1952 war er an der Hochschule in Kopenhagen und von 1952-1953 war er an der Hochschule in Oslo, wo er Kurse in Grafik besuchte. 1953-1954 ging er nach Rom und Florenz und kehrte danach nach Kopenhagen zurück um im Winter 1955-1956 zu studieren. Von 1958-1960 blieb Ásgeirsson in München und reiste nach Westeuropa, Jugoslawien, in die DDR, Russland, Amerika und Kanada. Ásgeirsson lehrte schließlich viele Jahre, 1956-1996, an der isländischen Kunsthochschule.
Ásgeirsson war ein Förderer der Grafik in Island während der letzten Jahrzehnte und auch ein aktiver Kolumnist und Kritiker der Kunst im Morgunblaðið (isländische Tageszeitung) seit 1966. Ásgeirsson war auch ein Maler, seine frühen Arbeiten reichen vom Pop Art Stil bis hin zu gegenwärtigen abstrakten Malereien. Heute sind seine Bilder dominiert von lyrischer Sanftheit und satten Formen und Farben. Ásgeirsson's Interesse an abstrakten und symbolischen Formen ist in seinen grafischen Werken offensichtlich, in denen ein starker Formalismus und bildliche Kompositionen durch Methoden abstrakter Kunst deutlich werden, obgleich das Thema ganz und gar nicht abstrakt ist. Ásgeirsson hat in abständen an Grafiken gearbeitet und nach einer langen Pause, begann er 1983 wieder an seinen drucken zu arbeiten. Zu isländischen Gedichten zeichnete er grafische Illustrationen und bearbeitete wiederkehrende Themen in seinen Grafiken neu, besonders das Thema Frau hatte es ihm angetan, die in seinen Werken auf verschiedenste Art und Weise zum Vorschein kam. |